Insektenhotel Füllung

Mit der richtigen Insektenhotel Füllung das 5-Sterne Hotel

Die optimale Insektenhotel Füllung

Die optimale Insektenhotel Füllung

Künstlich angelegte Insektenhotels bieten für die Insekten nicht nur eine tolle Überwinterungsmöglichkeit, sondern sie sichern auch langfristig Teile des Bestandes. Verschiedenste Bausätze und Anleitungen bringen unterschiedliche Formen hervor, die sich für jeden Garten, jeden Bauernhof und jede größere Terrasse eignen. Aber was für Material kommt denn nun eigentlich in so ein Insektenhotel? Was benötigen Bienen, Wespen, Käfer, Ameisen, Fliegen und ihre Kameraden, um optimal überleben zu können? Egal ob ein fertiger Bausatz erworben, oder das Hotel zur Gänze selbst gebaut wird, die richtige Wahl der Insektenhotel Füllung ist in beiden der Fälle sehr wichtig, ebenso wie die regelmäßige Pflege und Erneuerung. Dabei ist wiederum darauf zu achten, dass sich nicht vielleicht noch irgendwo Insekten in den Halmen (und anderen Materialien) befinden, und keines davon verletzt wird.

Allgemeines zur Füllung des Insektenhotels

Prinzipiell ist zu wissen, dass die Füllung eines Insektenhotels regelmäßig zu erneuern ist. Auch das beste Material, das robusteste Holz wird irgendwann Spuren der Verwendung tragen. Verwenden sollte man dabei ausschließlich chemisch unbehandelte Naturprodukte, bestenfalls frisch vom eigenen Grundstück, um ganz sicher zu gehen.
Dünne und längliche Röhrchen aus Schilf bieten eine Möglichkeit zum unterschlüpfen für die kleinen Tierchen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass diese keine Splitter aufweisen, denn an ihnen kann sich jedes noch so kleine Lebewesen Verletzungen zuziehen. Als Alternative dazu können auch kleine Baumscheibchen mit Löchern in Betracht gezogen werden, doch auch diese können je nach Alter und Witterung Risse bekommen, welche wiederum der Brut nicht zu Gute kommen.

Wespen und wilde Bienen mögen Pflanzenstängel

Schilf ist, wie bereits erwähnt, ebenso wie auch Bambus eines der beliebtesten Materialien für ein Insektenhotel. Es bietet das ideale Heim für Wildbienen und je nach dem, wie die einzelnen Halme (bestenfalls gesägt) zugeschnitten werden, können sich mehrere verschiedene Bienenarten einnisten. Die Halme sollten aber dicht nebeneinander angebracht werden, damit sie nicht verrutschen können; egal ob diese in ein quadratisches oder rechteckiges Fach, oder vielleicht spiralförmig angebracht werden.
Ein kleiner Tipp: Um den Bienen die Arbeit zu erleichtern können die Halme hinter einer Verdickung abgeschnitten werden. Dann ist eine Seite bereits verschlossen, und die Bienen müssen diesen Arbeitsschritt nicht mehr selbst vornehmen. Außerdem kann bei den Materialien ruhig variiert werden. Verschiedene Halme locken auch verschiedene Insekten an, und Vielfalt hat sich in der Natur schon immer bewährt. Bienen sprechen außerdem auch auf kleine Lehmziegel an (diese müssen gut getrocknet sein), die Löcher der Ziegel sollten aber mit einem kleinen Rohr verlegt werden. Hier legen die Insekten ihre Brut ab.

Dünne Äste für den Schmetterling

Wer sein Insektenhotel besonders farbenfroh gestalten will, der lädt am besten Schmetterlinge zu sich ein. Dies funktioniert am besten mit dünnen Ästen von Bäumen. Sind diese noch biegsam, so können sie an jedes Fach im Hotel angepasst werden. Die ungefähre Dicke eines solchen Astes sollte in etwa bei fünf Millimetern liegen, sodass ein Schmetterling sich bequem darauf ausruhen kann. Die Abteilung dient nicht nur als Ruhepol sondern schützt auch vor Kälte. Ein paar Ritzen und ein wenig Platz sollte allerdings gelassen werden, um dem Tier die Möglichkeit auf Bewegung zu schenken.

Florfliege, Marienkäfer und Uhrwurm – sie mögen Holzwolle

Einst als Verpackungsmaterial genutzt, bietet Holzwolle heute einen Überlebensraum für Insekten in der kühleren Jahreszeit. Sie muss genauso wie Holz absolut schadstofffrei sein. Jenes Abteil, welches mit der Holzwolle ausgestattet ist, sollte rotfarben abgedeckt werden, da vor allem die Florfliege auf diese Signalfarbe reagiert. Die Abdeckung sollte zum ungehinderten Ein- und Ausgehen ein paar Löcher aufweisen.
Um Uhrwürmer in seinem Hotel willkommen zu heißen, eignet sich aber auch Stroh. Das Stroh wird ganz einfach lose in das Fach eingelegt und dann nur durch einen dünnen Draht vor dem möglichen Herausfallen gesichert; gerade wenn sich die Würmer darin bewegen verschieben sich die Halme öfters.

Die Luxussuite – der Tannenzapfen

Es ist völlig egal, von welchem Baum der Zapfen stammt; für Marienkäfer eignen sie sich besonders gut und können entweder beim Spazierengehen im Wald gesammelt oder im Baumarkt aufgetrieben werden. Auch sie werden lediglich mit einem Draht gesichert, nachdem sie in ihr Fach eingelegt wurden.
Ein kleiner Tipp: wer den Draht gekonnt zwischen die einzelnen “Schüppchen” des Tannenzapfens fädelt, erzielt damit besondere Rutschfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Wind und Wetter.

Weitere kreative Füllungen für das Insektenhotel

Neben all den pflanzlichen Füllungen können auch die ein oder anderen tierischen Produkte zu einem Zuhause für Insekten werden. Begonnen mit Schneckenhäusern für Bienen bis hin zu Muscheln können jede Menge Einfälle mit eingebracht werden. Wichtig ist, dass die genutzten Materialien sich dazu eignen, Unterschlupf zu bieten, und die Möglichkeit der Wärmespeicherung gegeben ist.

Die richtige Auswahl aller Materialien, die in das Insektenhotel eingelegt werden, ist also von besonderer Wichtigkeit und nimmt vor allem Einfluss darauf, welche Insekten und Kleintiere sich im Hotel einnisten. Wer bestimmte Tiere vermeiden möchte, der sollte gezielt darauf achten, keine Materialien zu verwenden, die eben diese Tierchen anlocken.

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